Deutscher Gewerkschaftsbund

09.10.2017

Ausstellung: Die Opfer des NSU und die (Nicht-)Aufarbeitung der Verbrechen

Menschenmenge mit Transparenten

Bildrechte: Dörthe Boxberg

Ausstellung vom 10. Oktober bis 10. November 2017
im Foyer des DGB Bremen, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

Eröffnungsvortrag und Diskussion mit der Ausstellungsmacherin Birgit Mair am 10. Oktober 2017 um 18 Uhr Tivoli-Saal des Gewerkschaftshauses Bremen, Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen.

Am Dienstag, 10. Oktober 2017 um 18 Uhr laden soliport und die DGB-Jugend zur Auftaktveranstaltung der Ausstellung „Die Opfer des NSU und die (Nicht-)Aufarbeitung der Verbrechen“ in den Tivoli-Saal des DGB-Hauses am Bahnhofsplatz 22-28.

Die Ausstellungsmacherin Birgit Mair wird einen Überblick über die Entstehung der Ausstellung geben, über aktuelle Entwicklungen im NSU-Komplex berichten und anschließend für Fragen und Diskussion zur Verfügung stehen.

Bis zum 10. November 2017 können Sie die Ausstellung im Foyer des DGB-Hauses besuchen.

Zur Eröffnungsveranstaltung
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Flüsterübersetzungen ins Türkische und Englische sind angefragt. Bei Übersetzungsbedarf bitte im Vorfeld per Email (info@soliport.de) oder kurz vor der Veranstaltung am Podium melden.

Einlassvorbehalt: Neonazis und Rassist_innen wird gemäß §6 VersG der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt.

Zur Ausstellung
Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) ermordete zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen, verübte drei Bombenanschläge und mehrere Banküberfälle. Viele Jahre verdächtigte die Polizei Menschen aus dem Umfeld der Getöteten, in die Taten verstrickt zu sein. Angehörige wurden drangsaliert statt unterstützt; ihre Mutmaßungen, die Täter seien Neonazis, von den Behörden und weiten Teilen der Gesellschaft ignoriert und abgewertet. Rassismus wurde nicht angesprochen, sondern an den rechten Rand geschoben.

Die Ausstellungstafeln erzählen die Kurzbiografien der Ermordeten und zitieren Angehörige, zeigen ihre Geschichte und Perspektiven. Damit möchte die Ausstellung dazu beitragen, den Opfern des NSU(-Komplexes) Würde und Gesicht zu geben und den Fokus auf die Betroffenen zu richten. Im Sinne des Tribunals „NSU-Komplex auflösen“, das im Mai 2017 in Köln stattfand, wirft die Ausstellung überdies die Frage auf, was wir knapp sechs Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU gelernt haben, wenn heute Migrant_innen und Geflüchtete angegriffen werden.

Tribunal: http://www.nsu-tribunal.de/
Ausstellungsseite: http://www.opfer-des-nsu.de/
Referentin: http://www.isfbb.de/Referentin_index4.htm
DGB-Jugend: http://www.gewerkschaftsjugend-niedersachsen.de/

Foto: Dörthe Boxberg.


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