Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20 - 27.09.2017

Zukunftsrat Bremen – wo bleibt der Schwerpunkt gute Arbeit?

Nach der Bundestagswahl, mit teilweise erschreckenden Ergebnissen, stehen Zukunftsfragen in diesem Land und in dieser Stadt im Zentrum für die Gewerkschaften. Es stellt sich die Frage, wie gute Arbeit und ein gutes Leben für alle gesichert werden können, sodass die Bürgerinnen und Bürger von der Politik gut vertreten werden.

In Bremen versucht Bürgermeister Dr. Carsten Sieling über den Bremer Zukunftsrat die Stadt mit fortschrittlichen Ideen zu gestalten und einen Plan für die Stadtentwicklung 2035 mit vielen Akteuren abzustimmen. Der DGB und seine Gewerkschaften begrüßen dieses Vorhaben.

Es ist allerding auffällig, dass der Themenschwerpunkt Arbeit fehlt. Die Gewerkschaften fragen sich, in welchem der drei Themenschwerpunkte Qualifizierung, Infrastruktur und Stadtentwicklung das Thema gute Arbeit im Fokus stehen wird. Im Bundesland Bremen stellen prekäre Beschäftigung, Leiharbeit und Befristung große Herausforderungen dar. Diese für die Gestaltung der Zukunft nicht zu benennen, wäre ein Fehler. Auch die fehlende Tarifgebundenheit und niedrige Löhne lassen an der Qualität der Arbeit im Land zweifeln.

Annette Düring, Vorsitzende des DGB Bremen, fordert: „In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit und dem Gefühl vieler Menschen, dass Politik nicht mehr für die Menschen da ist, sollten wir positive Signale aus Bremen senden. Der DGB möchte im Bremer Zukunftsrat einen Schwerpunkt auf die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen legen. Wir setzen uns ein für gute Arbeit, Tariflöhne und eine ausreichende Rente“. 

Der DGB fordert den Zukunftsrat auf, sich mit der Fragestellung, wie gute Arbeit im Land Bremen gestaltet werden kann, zu beschäftigen.


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