Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21 - 27.11.2017

Kontroverse um Ausbildungspakt

Deutscher Gewerkschaftsbund unterstützt Aussagen von Senator Günthner

In der Kontroverse um den Ausbildungspakt im Land Bremen unterstützt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bremen-Elbe-Weser ausdrücklich die Aussagen von Senator Martin Günthner. Dieser hatte vor einigen Tagen die Bremer Unternehmen für das Scheitern bei der Erhöhung der Auszubildendenzahlen verantwortlich gemacht. Den Aussagen einiger VertreterInnen der Arbeitgeberseite widerspricht der DGB.

Annette Düring, DGB-Vorsitzende: „Ausbildung ist eine Aufgabe, welche die Betriebe im dualen System erfüllen sollen und müssen. So ist unser Ausbildungssystem aufgebaut. Quantitativ haben sich Ausbildungsplatzkapazitäten noch immer nicht von Einbrüchen vergangener Jahre erholt. Junge Menschen im Land Bremen haben es schwerer als früher, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Vor allem einen, der ihnen zusagt.“

Insbesondere im IAB-Betriebspanel wird deutlich, dass Ausbildung für die Fachkräftesicherung in vielen Betrieben leider eine zu geringe Rolle spielt. Das spiegelt sich auch in der Anzahl sowie der Ausgestaltung von Ausbildungsverträgen wider. Eine Krise im Ausbildungssystem besteht insofern, als dass es zu wenige Ausbildungsplätze für ausbildungs­interessierte junge Menschen vorhanden sind.

Massenhaft unbesetzte Ausbildungsplätze hingegen sind aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nicht abzuleiten. Junge Menschen, die aus dem verzweifelten Versuch, ihre Chancen zu verbessern, immer weitere schulische Schleifen drehen, gibt es zu viel.


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