Deutscher Gewerkschaftsbund

17.03.2014

Equal Pay Day: Frauen fordern "Recht auf Mehr"

 

Anlässlich des Equal Pay Day am 21. März 2014 fordern die DGB-Frauen „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“.

„Die Überwindung der Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern gehört ganz oben auf die politische Agenda – nicht nur am Equal Pay Day. Denn mit 22 Prozent Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern gehört Deutschland zu den EU-Staaten, in denen die Entgeltdifferenz besonders groß ist. Die im Koalitionsvertrag zur Frauen- -und Gleichstellungspolitik angekündigten Vorhaben müssen schnellstens konkretisiert und umgesetzt werden,“ fordert Annette Düring, DGB Vorsitzende in Bremen.

Frauen haben ein “Recht auf Mehr!“ Die Forderungen:

  • einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können.
  • alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Arbeitnehmer/innen bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.v.a.m. zu unterstützen.
  • gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten.
  • die Einhaltung bestehender Tarifverträge und einen gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen.

„Entgeltungleichheit ist auch in Bremen ein Problem. Die Differenz in der Bezahlung beträgt 26 Prozent und damit noch über dem Bundesschnitt von 22 Prozent. Solange eine Entgeltlücke besteht, halten wir fest an unserem „RECHT auf Mehr!“, so die DGB Vorsitzende.

Hintergrund:

Der Equal Pay Day markiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt ihrer Kollegen zu kommen – in diesem Jahr der 21. März. Noch immer besteht eine geschlechtsspezifische Entgeltlücke von durchschnittlich 22 Prozent, die in verschiedenen Branchen und im ländlichen Raum noch weit höher ist.

Kontakt: Annette Düring 01706342206


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