Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 06 - 01.04.2015

DGB fordert Übertragung des Tarifergebnisses für Landesbeschäftigte auf den Beamten- und Versorgungsbereich

Am vergangenen Samstag endete die vierte Runde der Tarifverhandlungen der Länder mit einer prozentualen Entgeltsteigerung um 2,1 % ab dem 01. März 2015 und einer Steigerung um 2,3 % ab dem 01. März 2016 (mindestens aber 75,- Euro). Bei der betrieblichen Altersvorsorge konnten die Gewerkschaften einen Eingriff ins Leistungsrecht verhindern.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bremen-Elbe-Weser begrüßt die erzielte Einigung der TarifpartnerInnen. Die DGB-Vorsitzende Annette Düring sagte: „Den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ist es gelungen, eine deutliche Einkommensverbesserung für die Beschäftigten der Länder durchzusetzen.“ Zugleich fordert sie die bremische Landesregierung auf, das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auch auf die bremischen Landes- und KommunalbeamtInnen, VersorgungsempfängerInnen sowie AnwärterInnen im Land Bremen zu übertragen.

Annette Düring weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass BeamtInnen noch immer hinter der allgemeinen Lohnentwicklung in Westdeutschland zurückliegen: „Die bremischen BeamtInnen haben weiterhin deutlichen Nachholbedarf. Wir erwarten, dass das Land nun zügig erklärt, das Ergebnis zu übernehmen."

„Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz sind bereits beispielhaft vorangegangen und haben erklärt, dass sie das Tarifergebnis übernehmen wollen. Bremen ist nun angehalten, hier nachzuziehen.“ Seit 2006 haben 15 der 16 Bundesländer diese Tarifanpassung in der Summe nicht mehr vorgenommen. Das führte seitdem in einzelnen Besoldungsgruppen zu Spreizungen von bis zu 18 Prozent von Land zu Land. Um diese Entwicklung zu stoppen, muss die Übertragung der Tarifergebnisse wieder der Regelfall werden.


Nach oben

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Unsere aktuellen Pressemitteilungen