Deutscher Gewerkschaftsbund

Interessengemeinschaft der Schwerbehinderten

Die Interessengemeinschaft der Schwerbehinderten im DGB Region Bremen-Elbe-Weser ist eine Gruppe aus behinderten, chronisch kranken und nichtbehinderten Menschen, die sich für faire Chancen für behinderte Menschen im Arbeitsleben und in der Gesellschaft einsetzen.

Die Interessengemeinschaft ist in unterschiedlicher Besetzung seit den 70-er Jahren als Selbsthilfegruppe aktiv. Einige unserer Mitglieder bringen umfangreiche Erfahrungen aus ihrer Arbeit als Schwerbehinderten-Vertrauensleute in verschiedenen Bremer Betrieben mit. Sie haben sich lange Jahre für die Belange von schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten eingesetzt.

Wir wollen, dass behinderten Menschen nicht mehr aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt werden. Zu oft bleibt nur die Alternative, entweder gar keine Arbeitsstelle zu finden oder in eine Sonder-Einrichtung zu gehen. Abgesehen davon, dass wir keine getrennte Arbeitswelt für behinderte und nichtbehinderte Menschen wollen, ist der Verdienst in Werkstätten für behinderte Menschen mit durchschnittlich weniger als 200 € im Monat viel zu niedrig.

Behinderte Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und einzusetzen und von dem Lohn ihrer Arbeit ein würdevolles Leben zu finanzieren.

Wir streben mehr Integrationsunternehmen nach SGB IX an, in denen behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen arbeiten und auch die behinderten Beschäftigten einen gerechten Tariflohn bekommen.

 Eine mit der Zeit gehende Gewerkschaft ist mehr als nur eine Kampftruppe zur Lösung von Beschäftigungsproblemen.

Damit behinderte Menschen mit gleichen Chancen zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen kommen können wie Nichtbehinderte, müssen nämlich mehr als nur 1-2 Bedingungen erfüllt sein. Dafür braucht es:

  • eine barrierefreie Umwelt und barrierefreie Arbeitsstätten
  • ein inklusives Schul- und Ausbildungssystem und inklusive Hochschulen
  • barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum
  • einen barrierefreien ÖPNV (Öffentlichen Personen-Nahverkehr)
  • für den Anteil behinderter Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind: Die Finanzierung einer bedarfsdeckenden und würdevollen, einkommensunabhängigen Assistenz.
  • Offenheit für individuelle Unterschiede
  • Abbau von Vorurteilen, wie zum Beispiel dass behinderte Menschen weniger leisten würden und deshalb weniger gute Arbeitnehmer_innen seien
  • die Achtung unserer Fähigkeiten
  • die Wahrung unserer Grundrechte und Respekt gegenüber behinderten Menschen, unabhängig von der Art unserer Einschränkungen, unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Identität und Lebensform, der Hautfarbe und dem Hintergrund
  • … und last not least Arbeitsplätze für behinderte Menschen auf einem inklusiven, ersten Arbeitsmarkt.

 Das ist unser Ziel!

Wir arbeiten auf der Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention. In der Behindertenrechtskonvention haben die Vereinten Nationen (UN) festgehalten, was passieren muss, damit die Menschenrechte behinderter Menschen eingehalten werden.

Behinderte Menschen haben die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen. Oft werden uns diese Rechte heute noch verwehrt.

Aber keine Sorge – wir arbeiten nicht nur streng, wir tauschen uns auch über unsere persönliche Lebenssituation aus. Von Zeit zu Zeit sind wir zusammen unterwegs und besichtigen Betriebe, um die Lage vor Ort zu diskutieren.

Neue Mitstreiter_innen sind herzlich willkommen!

Wir treffen uns mehrmals im Jahr.
Die nächsten Termine: 09.02.16, 12.04.16, 14.06.16. Jeweils ab 17h im Gewerkschaftshaus.

Kontakt: DGB Bremen - Elbe-Weser 0421 335760

IG Schwerbehinderte im DGB

DGB Bremen


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