Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 13 - 20.05.2022

Großer Schritt für die Klimaforschung: Polarstern II kann gebaut werden!

Ein Jahr eingefroren – diese spektakuläre Überwinterungsexpedition machte das Forschungsschiff Polarstern der breiten Öffentlichkeit bekannt. Aber: So können wichtige Erkenntnisse für die polare Klimaforschung gesammelt werden. Das Schiff ist allerdings etwas in die Jahre gekommen: Die Betriebsdauer beträgt eigentlich 25-30 Jahre, die Polarstern wird jetzt aber schon 40 Jahre alt. Nur durch die enge Zusammenarbeit der Wissenschaftler*innen mit den Kolleg*innen der Lloyd Werft in Bremerhaven war das überhaupt möglich. Eine Nachfolge muss trotzdem her, damit die Kosten für den Erhalt nicht ins Unermessliche steigen.

Gestern fiel die Entscheidung im Haushaltsausschuss: Die Polarstern II kann gebaut werden. Damit sichert sich Deutschland seine führende Rolle in der Umwelt- und Klimapolitik. „Das ist eine wichtige Nachricht, nicht nur für das AWI und für Bremen und Bremerhaven. Auch für unseren Kampf gegen menschengemachten Klimawandel ist das ein wichtiger Schritt. Darauf warten wir als Gewerkschaften schon lange! Unser besonderer Dank gilt Sarah Ryglewski, die sich in Berlin für die Polarstern II eingesetzt hat.“, so Ernesto Harder, Vorsitzender des DGB in Bremen.

Damit wird die Regierung einer Forderung aus dem Koalitionsvertrag gerecht, die den Schiffsbau als industriellen Kern in Deutschland sichern soll. Für die jetzt folgende Ausschreibung muss die Sicherung des Behörden- und Forschungsschiffbaus als Schlüsseltechnologie in Deutschland zentral sein. Der DGB in Bremen fordert außerdem, dass die Ausschreibung auf innovative, sozial und nachhaltig arbeitende Werften zugeschnitten ist. So können wichtige tarifgebundene Arbeitsplätze auch in Bremen und Bremerhaven gesichert werden.


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