Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 6 - 08.03.2022

Wandel ist weiblich!

DGB Bremen zum Internationalen Frauentag am 8. März

Bremen hat bei der Gleichstellung von Frauen und Männern noch viel zu tun. Darauf weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Land Bremen anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2022 hin. So hat nicht nur die Corona-Pandemie die Frauen besonders hart getroffen, sondern auch der digitale Wandel und der Kampf gegen den Klimawandel verändern die Arbeitswelt grundlegend. „Damit Frauen nicht länger zu kurz kommen, gehören ihre Perspektiven und Bedürfnisse in den Fokus. Wir Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung, also müssen wir auch an den Schalthebeln sitzen“, sagt Miriam Bömer, Referentin für Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Bremen. „Dazu gehört sowohl eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Landtag als auch eine stärkere Berücksichtigung von Frauen in Expert*innen- und Krisenstäben.“

„Noch immer arbeiten viele Frauen auch in Bremen in prekären und schlecht bezahlten Minijobs und unfreiwilliger Teilzeit, was sowohl im Erwerbsleben als auch im Alter zu einem Mangel an sozialer Absicherung und finanzieller Unabhängigkeit führt“, so Bömer. Der DGB kritisiert daher die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Minijob-Verdienstgrenze und fordert eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro. „Die Bundesregierung hat ein Jahrzehnt der Gleichstellung angekündigt. Mit ihrem Plan, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen, macht sie dabei einen großen Schritt nach vorn. Aber ihn mit der Anhebung der Verdienstgrenze der Minijobs zu verknüpfen, ist gleichstellungspolitisch ein Schritt zurück!“, stellt Bömer klar.

In vielen Unternehmen finden in diesem Jahr landesweit wieder Betriebsratswahlen statt. Der DGB ruft alle Frauen auf, daran teilzunehmen. „Betriebs- und Personalräte sorgen für bessere Arbeitsbedingungen für Frauen in Betrieben und Dienststellen. Ihre Rechte müssen dringend gestärkt werden, um etwa beim Einsatz von digitalen Arbeitsmitteln oder der Gewährung von Homeoffice auf Augenhöhe mit Arbeitgeber*innen und im Interesse der Beschäftigten verhandeln zu können“, so Bömer weiter.

 

Anlässlich des Internationalen Frauentages rufen die DGB Frauen zur Beteiligung an der Sterndemo vom feministischen Kampftag ab 16:30 Uhr vom Leibnizplatz:

8. März Internationaler feministischer Kampftag / DGB Region Bremen-Elbe-Weser


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