Deutscher Gewerkschaftsbund

31.07.2023
#schlaglicht 07/2023

Höhere Löhne - Bessere Arbeitsbedingungen?

Die DGB-Jugend gibt Tipps zum Ausbildungsstart

Für das nächste Ausbildungsjahr gibt es gute Nachrichten: Das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) vermeldet, dass die Ausbildungsvergütungen steigen, gerade in tarifgebundenen Branchen. Im Backhandwerk sogar um knapp 27 Prozent. Allerdings gibt es je nach Region und Branche große Unterschiede. Tarife lohnen sich also, auch für Azubis. Doch woran erkennt man einen guten Arbeitsplatz? Was können Jugendliche individuell bei der Suche nach Ausbildungsplätzen beachten? Die DGB-Jugend in Bremen gibt Tipps.

„Vor Beginn der Ausbildung sollte ein Ausbildungsvertrag geschlossen werden. Dieser regelt die tägliche Arbeitszeit, die inhaltliche und zeitliche Gliederung der Ausbildung, die Ausbildungsvergütung und die Probezeit. Die Mindestausbildungsvergütung beträgt derzeit im 1. Ausbildungsjahr 620 Euro. Das ist also das Mindeste, was Azubis bekommen müssen", rät Antalia Lindenberg, Jugendsekretärin des DGB in Bremen. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, dass sich Auszubildende gleich zu Beginn bei ihrer Jugend- und Auszubildendenvertretung, bei ihrem Betriebs- oder Personalrat oder der zuständigen Gewerkschaft über ihre Rechte informieren.

Schlaglicht 7/23

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„Diese können auch vor ausbildungsfremden Tätigkeiten zu schützen,“ so die Gewerkschafterin. Ausbildungsfremde Tätigkeiten sind Aufgaben, die nicht im Ausbildungsrahmenplan vermerkt sind. Private Botengänge, Putzdienste oder Krankheitsvertretungen sind keine Azubiaufgaben und sogar verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es sogar die Möglichkeit für Azubis, sich finanzielle Unterstützung wie Wohngeld oder sogar Kindergeld zu holen.

Gegen den Fachkräftemangel gibt es ein wirksames Mittel: Gute Löhne und Aus-bildungsbedingungen. Die Zahlen des WSI zeigen, dass sich hier schon vieles tut, gerade wenn Branchen tarifgebunden sind. Dennoch gilt in vielen Betrieben immer noch der Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, um junge Menschen klein zu halten. Solche Aussagen sollten sie sich nicht gefallen lassen und sich not-falls Hilfe von Jugendausbildungsvertre-tungen und Gewerkschaften holen. Diese stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.


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