Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 4 - 04.03.2021
Hochschulpolitik

„Die Hütte brennt!“ – Wissenschaftsstandorte Bremen und Bremerhaven absichern

Die aktuellen Haushaltsverhandlungen zeichnen ein düsteres Bild für die Wissenschaftsstandorte Bremen und Bremerhaven. Aktuelle Planungen des Finanzsenats sehen Kürzungen von mehreren Millionen Euro vor. So wurden im Jahr 2021 420 Millionen Euro für die Wissenschaft ausgegeben. Für das Jahr 2022 sind nur noch 390 Millionen eingeplant, in Folgejahren sollen diese Mittel weiter sinken. Besonders problematisch: Eigentlich hatte der „Wissenschaftsplan 2025“ moderate Erhöhungen der Mittel vorgesehen. Diese sind dringend notwendig, um die Wissenschaft im Land Bremen zu stärken, gute Beschäftigung zu sichern und einen guten Betreuungsschlüssel für Studierende zu gewährleisten. Stattdessen sollen die Mittel jetzt weiter zusammengestrichen werden.

Um Kürzungen in dieser Höhe gewährleisten zu können, müssten ganze Hochschulstandorte geschlossen werden. Dabei sind sie wichtige Treiber von Innovation im Lande. Die sozial-ökologische Transformation, die im Lande Bremen dringend notwendig ist, kann nur mit guter Wissenschaft gelingen. Denn vor allem die Forschung sichert neue Erkenntnisse auf dem Weg zur CO2-Neutralität und dem dringend notwendigen Strukturwandel.

„Gerade während der Corona-Krise sehen wir doch, welche gesellschaftliche Relevanz gute Wissenschaft für die Überwindung von Krisen hat. Die Kürzungen sind für die Beschäftigten an Hochschulen eine Ohrfeige. Es ist abzusehen, dass gute Wissenschaftler*innen dem Land Bremen verloren gehen und der Strukturwandel gefährdet ist.“ betont Annette Düring, Vorsitzende des DGB Bremen.

Für den DGB Bremen ist klar: Nur eine ausreichend finanzierte Hochschule sichert gute Arbeit und damit exzellente Forschung. Der Wissenschaftsplan 2025 muss komplett ausfinanziert werden und die Hochschulen so für die Zukunft überlebensfähig gemacht werden.

 


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