Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 9 - 30.04.2021

Bremer Bündnis fordert ein bremen- und niedersachsenweites Ticket für Azubis und Freiwilligendienstleistende

Mit Bus und Bahn zur Ausbildungs- oder Einsatzstelle: Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, können sich viele nicht leisten. Die Preise für den Nahverkehr sind gerade für junge Menschen mit niedriger Ausbildungsvergütung oder einem Taschengeld im Freiwilligendienst eine große finanzielle Belastung. Um dieses Problem zu lösen, gründete sich das Bremer Bündnis Azubi&Freiwilligen-Ticket (BAFT), ein breiter Zusammenschluss aus Gewerkschafts- und Parteijugenden, Jugendverbänden und Freiwilligendienstträgern. Die Forderung: Ein Azubi&Freiwilligen-Ticket für 365 Euro im Jahr, das rund um die Uhr in den Bussen, Straßenbahnen und Regionalzügen in Bremen und Niedersachsen gültig sein muss.

Mia Adrian, Jugendbildungsreferentin der DGB-Jugend Bremen-Elbe-Weser unterstreicht: „Die geplanten regionale Tickets sind zu kurz gedacht. Über die Hälfte der Azubis fahren mehr als 20km zu ihrer Berufsschule oder zum Betrieb. Für Niedersachsen und Bremen braucht es deshalb eine länderübergreifende Lösung, keinen Flickenteppich. Nur so kann Ausbildung attraktiver und Fachkräfte gesichert werden. Wer junge Menschen finanziell entlastet und Mobilität fördert, der ermöglicht auch ein Mehr an sozialer Teilhabe.“

„Etwa 800 Freiwillige leisten im Land Bremen einen sehr nützlichen Dienst für die Gesellschaft.“, betont Andreas Rheinländer für die Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste im Land Bremen. „Sie arbeiten engagiert in Vollzeit für wenig Geld. Viele Freiwillige müssen von Ihrem Taschengeld auch noch die Kosten für die Fahrt zur Einsatzstelle bezahlen. Das wiegt umso mehr, wenn sie aus dem Umland von Bremen kommen. Es ist nur gerecht wenn auch sie, wie Studierende, kostengünstig und landesweit den ÖPNV nutzen können. Dies ist eine notwendige Anerkennung für den Einsatz der Freiwilligen.“

Senihad Sator, Vorsitzender des Bremer Jugendrings, merkt an: „Viele Mitgliedsverbände des Bremer Jugendrings werden aktiv von Freiwilligen mitgestaltet. Es wird Zeit, hier finanzielle Hürden sowohl für Freiwillige als auch Azubis abzubauen und den vielfältigen Beitrag junger Menschen für unsere Gesellschaft wertzuschätzen. Auch im Hinblick auf die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen Verkehrswende halten wir einen besseren Zugang zum öffentlichen Nahverkehr für unabdinglich."

 

Pressekontakt: Mia Adrian, 0170-6342495, mia.adrian@dgb.de

 

Anhängend befindet sich das gemeinsame Forderungspapier, mit dem das Bremer Bündnis Azubi&Freiwilligenticket am 30.4.2021 in die Öffentlichkeit tritt.


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