Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 30 - 25.11.2022

Bremer Frauenorganisationen rufen zur Kundgebung am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf

Mahsa Amini ist vor inzwischen zwei Monaten von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie gegen die strengen iranischen Kleiderordnungen für Frauen verstoßen haben soll. Kurz nach der Verhaftung ist sie gestorben.

Ihr Tod löste im Iran Proteste für Frauen- und Menschrechte aus. Daraus erwächst inzwischen eine revolutionäre Stimmung. Auf diese reagiert das iranische Regime mit Gewalt. Die Proteste werden unterdrückt, viele Frauen verletzt und sogar getötet. Wer bei den Demonstrationen festgenommen wurde, muss inzwischen die Todesstrafe fürchten.

Wir erklären uns solidarisch mit der Frauenrechtsbewegung im Iran. Daher rufen wir zur Kundgebung am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen auf!

Wann? Am 25.11.2022, 15 Uhr

Wo? Rudolf-Hilferding-Platz 1 in Bremen

Wer? DGB Landesfrauenausschuss in Bremen, SPD-Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) und die Evangelischen Frauen in Bremen e.V.

Doch auch in Deutschland ist die Frauenrechtslage längst noch nicht perfekt. Der DGB, die Evangelischen Frauen in Bremen und die AsF Bremen-Stadt fordern deshalb die Bundesregierung auf, wirksame Schritte gegen Gewalt an Frauen zu gehen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Ratifizierung der ILO-Konvention 190. Sie ist ein wirksamer Rechtsrahmen gegen Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz.

„Gewalt gegen Frauen ist noch immer traurige Realität. Wir Frauenorganisationen mahnen das an – in Bremen und überall auf der Welt. Es kann nicht sein, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechtes Gewalt fürchten müssen.“, sagt Miriam Bömer, Vorsitzende der DGB Frauen in Bremen. "Alle Frauen* haben ein Recht auf Respekt und Unversehrtheit", unterstreicht Ulrike Kothe von den Evangelischen Frauen in Bremen. Antje Jess, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Bremen-Stadt betont: “Zwar hat Bremen einen vorbildlichen Landesaktionsplan  zur Umsetzung der Istanbul-Konvention gegen Gewalt gegen Frauen vorgelegt. Viele der geplanten Maßnahmen sind aber noch nicht ausfinanziert. Der Bedarf an Therapiemöglichkeiten und Frauenhausplätzen und Wohnungen für Gewaltopfer wächst, natürlich auch durch geflüchtete Frauen aus dem Iran oder der Ukraine. Hier ist die Solidarität von uns allen gefordert.“


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