Deutscher Gewerkschaftsbund

30.04.2024

25. Mai - Forum Demokratie stärken: Was wir jetzt tun können!

Demokratie stärken

DGB/The Female Marketing Club

Hunderttausende sind in den vergangenen Monaten für den Erhalt der Demokratie und gegen das Erstarken rechtsextremer und rechtspopulistischer Kräfte auf die Straße gegangen. Viele treibt nun die Frage um, wie diese Energie in die aktive Gestaltung unserer Demokratie umgewandelt werden kann. Um genau für diese Fragen Raum zu schaffen, organisieren wir das Forum "Demokratie stärken: Was wir jetzt tun können". In interaktiven Workshops und offenen Diskussionen wollen wir Antworten darauf erarbeiteten. Dazu werden Expert:innen und Aktivist:innen von ihrer Arbeit berichten und gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Strategien für Solidarität und Zusammenhalt entwickeln. Das Forum bietet eine Plattform für Engagement und Austausch zwischen Aktiven in ganz Bremen. Es bietet aber auch die Möglichkeit, Wirkungsweisen des Rechtsrucks zu verstehen. Gemeinsam setzen wir 75 Jahre nach Verabschiedung des Grundgesetzes (23.5.1949) ein deutliches Zeichen für eine solidarische, vielfältige und inklusive Demokratie - gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung!

Das Forum findet am 25. Mai im DGB-Haus statt. Das Programm richtet sich an alle, die sich im Einsatz für Demokratie und gegen Faschismus und Diskriminierung weiterbilden und vernetzen wollen.
Das Forum ist Teil der überregionalen Kampagne "Im ganzen Land: Rechtsextremismus stoppen." Mehr Informationen über die Kampagne gibt es hier: www.rechtsextremismus-stoppen.de.

 


Samstag, 25. Mai 10:30-17 Uhr: „Aktionsforum“ mit dem Schwerpunkt auf Strategien und Aktiv werden für die Stärkung der Demokratie und gegen rechte Ideologie und Faschismus.

 

Die Anmeldung für das Aktionsforum bitte an: alina.schulte@dgb.de

 

Das Aktionsforum wird getragen von DGB, Arbeit und Leben, der Arbeitnehmerkammer, dem AStA der Hochschule Bremen, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Forum für Arbeit, Klimastreik-Bündnis, Laut gegen Rechts, SPD und dem VVN-BdA Bremen.

Wir freuen uns über Weiterleitung und Hinweise auf die Veranstaltung. 

Spenden können auf nachfolgendes Konto unter Verwendung dieses Verwendungszweckes gehen "Zweckgebundene Spende für die Veranstaltung Demokratie Stärken 25.05." (für Honorare, Reisekosten usw.) 

AStA Hochschule Bremen

DE62 2905 0101 0082 7040 32

SBREDE22XX

 

Achtung:

Das „Bildungsforum“ mit dem Schwerpunkt auf Demokratie und Einsatz gegen Diskriminierung im betrieblichen Kontext, welches am Freitag, 24. Mai stattfinden sollte, wird verschoben. Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben!

Programm Aktionsforum 25.05.

10:30-11:00 Begrüßung

11:00-13:00 Workshop-Phase 1

13:00-14:00 Mittagspause (für eine kleine Stärkung wird gesorgt)

14:00-16:00 Workshop-Phase 2

16:00-17:00 Abschluss-Panel mit Vertreter*innen der demokratischen Parteien

Workshop-Phase 1

  • Rechtsruck, Normalisierung, Mainstreaming? – Wie Rechte reden und wie es sich auf unser Denken und Handeln auswirkt. – Hagen Steinhauer (Uni Bremen)

    Autoritäre Ideologien und rechte Politik sind auf dem Vormarsch – in weiten Teilen der Bevölkerung scheinen ihre Narrative auf fruchtbaren Boden zu fallen. In dem Workshop nähern wir uns dem sog. ‚Rechtsruck‘ über den Sprachgebrauch rechter Politiker:innen. Welche kommunikativen Strategien wenden sie an und wie wirken sie auf öffentliche Debatten und Diskurse? Und was können wir dieser ‚Normalisierung von rechts‘ aktiv entgegensetzen?

    Hagen Steinhauer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bremen und forscht im Themenfeld Autoritarismus und Demokratie. In seiner Doktorarbeit analysiert er anti-demokratische Diskurse in Frankreich, die nicht nur am rechten Rand, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet sind.

  • Rassismus und Antisemitismus als gemeinsame Klammer der Rechten – Workshop mit Ikram Errahmouni-Rimi und Mircea Ionescu (Moderation: Sofia Leonidakis)

    Eine migrationsfeindliche Agenda ist die gemeinsame Klammer, die rechtsextreme Parteien, Bewegungen, Verlage und ThinkTanks vereint. Rassismus ist dort Programm- und macht die extreme Rechte auch bis weit in die Mitte der Gesellschaft anschlussfähig. Doch wie wirkt Rassismus? Wie tief ist er in der Gesellschaft verankert? Welche rassistischen Mechanismen und Stereotype werden von der Rechten aktiviert? Wie wirken sie und wie können Gesellschaft und Institutionen besser sensibilisiert werden? Diese Fragen werden in einem ersten Input von Ikram Errahmouni-Rimi, Antidiskriminierungs- und Antirassismusexpertin, aufgeworfen und diskutiert.

    Antisemitismus ist ein Grundpfeiler des deutschen Faschismus. Antisemitische Kontinuitäten existieren bis heute in der extrem Rechten, und fallen unter anderem durch antisemitische Attacken auf NS-Gedenkstätten bis hin zu Holocaustrelativierung auf. Jüdisches Leben in Deutschland wird vermehrt angegriffen, nicht nur von Rechten, sondern auch aus Motiven des israelbezogenen Antisemitismus. Wie wirken die verschiedenen antisemitischen Kräfte in Deutschland auf jüdische Gemeinden? Wie kann jüdisches Leben verteidigt werden? Wie können reelle Probleme des Zusammenlebens angegangen werden, ohne rechte Argumente zu stützen? Wo ist die Grenze zwischen demokratischer Debatte und Kritik und Antisemitismus?  Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich ein Input von Mircea Ionescu, 1. Vorsitzender der Menorah - Liberale jüdische Gemeinde Bremen/Bremerhaven, Vorstandsmitglied der Union progressive Juden in Deutschland und 1. Vorsitzender des Migrationsrats Bremerhaven.

    Im Anschluss ist die Möglichkeit für Diskussion und Austausch.

  • Argumentieren gegen Rechts - Marlin Meier (GEW-Studis)

    Ob im Betrieb, im Sportverein, auf der Familienfeier oder online - mit rechten Parolen sind wir ständig konfrontiert. Und herausgefordert: Haltung zeigen - Konter geben! (Oder lieber gar nicht diskutieren?)

    Häufig werden Behauptungen und Argumente aus der rechten Ecke dabei vor allem auf ihre faktische Richtigkeit geprüft (z.B. durch Fact-Checks), ohne den Maßstäben der Rechten richtige Argumente entgegen zu setzen. 

    Wir wollen uns deshalb einmal gezielt mit klassischen Sprüchen und dem Weltbild rechter Nationalisten auseinandersetzen und gemeinsam diskutieren, was wir inhaltlich daran auszusetzen und entgegenzusetzen haben.

    Dabei steht die gemeinsame inhaltliche Auseinandersetzung darüber im Vordergrund, was eigentlich den Rassismus der Rechten begründet. (These: Die oft zitierte Sorge um Arbeitsplätze, Wohnungen, Frauen, Kultur… ist es nicht.)

    Hinweis: Rollenspiele oder das Ein-Üben von Argumentations-Techniken etc. sind im Workshop nicht Thema.

  • Das Bremer Umland nicht vergessen – Herausforderungen und Möglichkeiten gegen die extreme Rechte im ländlichen Raum – Bündnis Worpswede gegen Rechts

    In diesem Workshop soll es darum gehen, anhand des Beispiels der Gemeinde Worpswede aufzuzeigen, wie die extreme Rechte ländliche Gegebenheiten nutzt und welche Erscheinungsformen zu beobachten sind. Es soll beleuchtet und diskutiert werden, was dies mit Bremen zu tun hat.

    Die Gruppe "Worpswede gegen Rechts" wird von ihrer Arbeit berichten und mit den Teilnehmer:innen erarbeiten, wie die Arbeit gegen die extreme Rechte und für demokratische Werte in Bremen auch das Umland miteinbeziehen kann.

Workshop-Phase 2

  • Wissen ist wichtig: "Demokratie in Gefahr - Gegen Normalisierungsprozesse rechtsextremer Netzwerke in der Region - Workshop/Vortrag von Andrea Röpke

    Das rechtsextreme Hochglanzmagazin "Compact" feiert das Jahr 2024 mit dem Titel "Die Wende", es sei das "Jahr der Patrioten". Die heterogen aufgestellte völkisch-nationalistische Szene rechnet mit Wahlsiegen bei den zahlreichen Wahlen des Jahres. Nach einer "Regierungsübernahme" heißt es, sei "Remigration" das Gebot der Stunde. Welche aktuell aktiven Netzwerke unterstützen die "Bewegungspartei" AfD bei diesem Vorhaben?  Wie konnte sich das Stimmungsbild in den letzten Jahren so rasant zugunsten der Rechten verändern? Welche Mechanismen, Gruppen und Strategien stecken dahinter?

    Darüber soll dieser Workshop/Vortrag aufklären.

    Andrea Röpke, seit 30 Jahren als Freie Journalistin und Buchautorin mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus tätig. Sie war als Sachverständige in den NSU-Untersuchungsausschüssen von Bundestag und Landtagen tätig. TV-Beiträge u.a. WDR Die Story "Wenn Rechtsextreme freie Schulen unterwandern"; Bücher u.a. 2019 "Völkische Landnahme" mit Andreas Speit. Sie schreibt für die "Taz" und "Endstation Rechts" auch über Rechtsextreme in Bremen.

  • Klare Kante gegen Rassismus – Haltung zeigen im gesellschaftlichen Brennglas Fußball - Abteilung Fankultur & Antidiskriminierung des SV Werder Bremen

    „Nicht einmal hier im Stadion kann man Pause von der Politik machen. Ich dachte hier kann man endlich sein, wie man will.“ Diese Äußerungen sind im Fußballkontext häufig am Stammtisch zu hören. Ist eine Pause von der Gesellschaft aber überhaupt möglich und sollten Fußballstadien ein solcher Ort sein?

    In der schnelllebigen Fußballwelt zeigen sich gesellschaftliche Entwicklungen häufig verstärkt. Aus diesem Grund ist das Einstehen für demokratische Grundwerte sowie eine bunte Gesellschaft gerade bei Gegenwind, für Fußballvereine elementar wichtig.

    Im Workshop „Klare Kante gegen Rassismus – Haltung zeigen im gesellschaftlichen Brennglas Fußball“ beschäftigen wir uns mit der Arbeit der Abteilung Fankultur & Antidiskriminierung des SV Werder Bremen. Inwieweit und warum setzen sich Bundesligisten mit Haltungsfragen auseinander? Warum sind Äußerungen wie „Wir sind Werder – wir sind bunt“ oder „Geh mir wech mit Rassismus“ mehr als plakative PR-Slogans? Wie können diese mit Leben gefüllt werden?  Auf diesen Fragen wollen gemeinsam wir mit den Teilnehmenden Antworten finden.

    Referent*innen: Julia Düvelsdorf & Jermaine Greene
    Abteilung Fankultur & Antidiskriminierung des SV Werder Bremen

  • #ReclaimTiktok oder: in 60 Sekunden die Demokratie retten – Kampagne #Reclaim TikTok

    Der Input-Vortrag wird von Magdalena (Maggy) Hess durchgeführt. Maggy Hess hat vor einiger Zeit auf TikTok den Hashtag #ReclaimTikTok ins Spiel gebracht. Seitdem hat der Hashtag schon mehrere tausend Aufrufe, wird immer wieder von progressiven Creator*innen genutzt und war zeitweilig sogar auf Platz 3 der TikTok-Trends.

    Das Ziel der Kampagne: Eine gerade bei jungen Menschen beliebte Social Media Plattform nicht den Rechten überlassen.

    Auch Maggy und ihr Team produzieren seither regelmäßig Content für Tiktok, von inhaltlicher Aufklärungsarbeit über Demo-Content bis zu Livestreams, in denen sie und viele andere sich Fragen stellen und versuchen über die extreme Rechte aufzuklären, ist alles dabei.

    Der Vortrag und auch die Kampagne ist Einsteiger*innenfreundlich, du brauchst keinerlei Vorerfahrung mit der Kampagne oder Tiktok.

  • Aktiv werden gegen Rechtsextremismus - Beispiele, Ideen und Aktionen - Workshop mit Vertreter*innen der Initiative Laut gegen Rechts

    Wir beschäftigen uns mit den Gründen für und Formen von Aktivismus von Privatpersonen gegen Rechtsextremismus. Dabei setzen wir uns damit auseinander, wie man diesen in kleineren und größeren Formen im Alltag umsetzen kann.

     


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