Deutscher Gewerkschaftsbund

18.02.2014

Internationaler Frauentag 2014

Gute Zukunft für Frauen und Männer nur in einem sozial gerechten Europa
Aus Anlass des Internationalen Frauentages ruft die DGB Region Bremen-Elbe-Weser Frauen zur Europawahl am 25. Mai 2014 auf

Das politische Krisenmanagement aus Spardiktaten, Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen hat in vielen europäischen Ländern zu einer wirtschaftlichen Talfahrt geführt. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Diese Politik geht besonders zu Lasten der Frauen: Sie mindert ihre Chancen am Arbeitsmarkt, kappt notwendige öffentliche Dienstleistungen wie Kinderbetreuung und kürzt insbesondere Bildungs- und Sozialausgaben. Frauen werden in überholte Rollenbilder gedrängt, dies führt zurück zu einer überwunden geglaubten Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern.

„Die europäische Sparpolitik ist kein Zukunftskonzept – weder für die Wirtschaft noch für die öffentlichen Haushalte. Und sie verhindert, wofür die Europäische Union von Beginn an steht: Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern, die zu den Grundwerten der Europäischen Union gehört und die 1957 als Grundsatz ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ in den Römischen Verträgen verankert wurde.“ begründete die DGB Regionsvorsitzende, Annette Düring, den Aufruf des DGB.

Am Internationalen Frauentag 2014 setzen die Gewerkschaften ein Zeichen:

Der DGB unterstützt das Ziel der Europäischen Union, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen zu fördern: Frauen müssen die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt haben wie Männer, sie müssen ihren Lebensunterhalt eigenständig durch eine Existenz sichernde Beschäftigung bestreiten können!

„Europa hat in den letzten Jahrzehnte wichtige Impulse gesetzt. Wir wollen die Gleichstellung von Frauen und Männern durch verbindliche und wirksame europäische Regelungen vorantreiben: bei der Durchsetzung von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, bei der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt, durch mehr Frauen in Führungspositionen oder durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ so die DGB Vorsitzende, Annette Düring, weiter.

Die Europawahl 2014 stellt die politischen Weichen für die kommenden fünf Jahre. Sie gilt es zu nutzen, damit Europa zusammenhält und sich aus der Krise heraus weiter entwickelt – in eine gute Zukunft für Männer und Frauen!

Das Frauenwahlrecht gehört zu den Forderungen, für die der Internationale Frauentag von Beginn an stand. Im Jahr der Europawahl ruft der DGB dazu auf, am 25. Mai davon Gebrauch zu machen.


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