Deutscher Gewerkschaftsbund

25.04.2023

Elke Hannack am 1. Mai in Bremen

DGB Bremen feiert den Tag der Arbeit

#UngebrochenSolidarisch

Am 1. Mai setzen wir ein Zeichen für eine solidarische, friedliche und sichere Zukunft. Denn gemeinsam sind wir „Ungebrochen solidarisch!“ – unser diesjähriges Mai-Motto. Und das ist notwendiger denn je. Denn die Welt befindet sich im Krisen-Dauermodus. Energiekrise, Klimakrise, der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation – das alles belastet sehr und stürzt viele Menschen in Unsicherheit und große existenzielle Sorgen. Wir Gewerkschaften kämpfen für Entlastungen, weil wir gemeinsam mehr erreichen können.

In den vergangenen Wochen sind viele Beschäftigte auf die Straße gegangen. Die Tarifforderungen der Gewerkschaften und ihr Beharren sind wichtig. Sie sind wichtig und richtig, weil die Arbeitnehmer*innen Respekt und Wertschätzung verdient haben. Dazu gehört unbedingt, Reallohnverluste zu verhindern. Gerade in Krisenzeiten braucht es starke Tarifergebnisse!

In Zeiten von Fach- und Arbeitskräftemangel sind bessere Arbeitsbedingungen Voraussetzung dafür, die Fachkräftelücke zu schließen. Skandalös ist, dass erstmals in diesem Jahr mehr als 2,5 Millionen junge Menschen keinen Berufsabschluss haben. Diesen jungen Menschen droht ein Erwerbsleben mit unsicheren Jobs und wenig Perspektiven. Die Ausbildungsgarantie auf Bundesebene ist ein erster Schritt, um jungen Menschen in bestimmten Regionen eine Garantie auf eine Ausbildung zu geben.  Klar ist: Wir brauchen mehr betriebliche Ausbildung. Nur noch knapp 19 Prozent der Betriebe bilden aus. Wir fordern deshalb eine Umlagefinanzierung, um die Kosten zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben fairer zu verteilen. In Bremen ist genau dieser Weg eingeschlagen worden, dem andere Bundesländer nun auch folgen sollten.

Als Gewerkschaften setzen wir uns für eine soziale und gerechte Arbeitswelt ein – und dieses Ziel werden wir ohne die Gleichstellung von Frauen und Männern nicht erreichen. Eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt haben wir in Deutschland – trotz der vielen Fortschritte in den vergangenen Jahren – noch nicht erreicht. Trotzdem kommt in der Debatte um die Fachkräftesicherung das Beschäftigungspotenzial von Frauen oft zu kurz – und dass, obwohl Frauen viel zu oft gegen ihren Willen in der Teilzeitfalle und der Minijob-Sackgasse feststecken. Die Hürden für Frauen im Erwerbsleben müssen endlich abgebaut werden. Denn ohne Gleichstellung keine Fachkräftesicherung.

Seit dem Beginn unserer Gewerkschaftsbewegung kämpfen wir für Gleichberechtigung und für ein weltoffenes und solidarisches Miteinander. Daher sind wir nicht nur am 1. Mai, sondern auch an jedem anderem Tag „Ungebrochen solidarisch“.

Elke Hannack

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB DGB


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